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Heute bleibt mir vielleicht, dem größenwahnsinnigen Plan meines 19jährigen selbst einen Nachruf zu schreiben.

Ich habe viele Jahre darüber nachgedacht, wie man gesellschaftliche Prozesse besser darstellen kann als mit puren Worten, bin aber zu keinem Ergebnis gekommen. Ich habe nicht viel Code produziert, bin viel zu oft frustriert worden mit Anfängen einer politischen oder soziologischen Ontologie, bevor auch nur ein sinnvoler Code herauskam.

(hmmm, irgendwie noch so: ich habe das ganze im Grunde mit 27 Aufgegeben, also mir die sinnlosigkeit klar wurde, aber es hat mich nie ganz losgelassen, ich bin immer wieder zurückgekehrt, und habe immer einen Schmerz da gefühlt, wo ich das Thema hatte aufgegeben)

Heute muß ich sagen, das für mich die menschliche Sprache immer noch das leistungsfähigste Mittel darstellt, um komplexe und menschliche Geschehenzu It’s hard to predict things, especially about the future analysieren und - vielleicht - zu verstehen.

Ein Beispiel

Ein Beispiel ist für mich das Brext-Blog von Chris Grey: was für eine abgewogene, detaillierte, interesante Ansammlung von Artikeln. Ich glaube nicht (mehr), das irgend ein Formalismus hier mehr leisten kann. Und doch, so viele Brexiter können über solche Artikel nur lachen, sind gefangen in

  • für mich -

unverständlichen Wirklichkeiten, die in meiner Sicht nur Phantasiewelten sind.

Bei einem zweiten Lesen finde ich, dass es vielleicht möglich ist, natürliche Sprache zu ergänzen. Vielleicht komme ich weiter, wenn ich immer die natürliche Sprache als Leitmedium sehe, und dynamische Medien, KI, Knowledge Graphs als Ergänzung.

Denn eine gute Visualisierung kann schon viel leisten…

So ist mein Problem wohl eher der Mensch, die menschliche Wissensverarbeitung: wie kommt ein Mensch zu seiner Welterkenntnis, mehr noch: wie kommen Gruppen von Menschen zu einem Welt … modell.

Das ist nun eher philosophisch, und/oder sozialwissenschaftlich, aber ich weiß mich meinem alten Thema nicht anders zu nähern.

Darum hier, ein Anfang, ein Versuch zu diesen Themen, im Schnittpunkt von Weltverstehen durch Menschen, Algorithmen und Organisationen.

Im Gunde ist es gut, dass ich jetzt anfange zu schreiben, denn gewissen Ereignisse haben mir noch einal drastisch vor Augen geführt, dass mehr und bessere Informationen nicht das Problem sind, also auch keine Lösung sein können.

Die Wahl von Donald Trump, Brexit, das Aufkommen der AfD sind alles Ereignisse, die ich mit 19 für unmöglich gehalten hätte.

Ereignisse, die mich immer noch etwas fassungslos zurück lassen, die ich mir nur in Büchern vorstellen konnte.

Und doch müssen genau sie meine Gedanken leiten: können Menschen überhaupt Realität erkennen?

Ist es überhaupt sinnvoll, die Realität zu erkennenDie Zukunft besser erschaffen als erraten, oder vielleicht: in wie weit ist es sinnvoll, die Realität zu erknennen?