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Die Welt als Garten

16. August 2020, 12:03 CEST

Ich lese in der Diskussion um die Klimakrise oft, dass wir „das Klima nicht verändern“ sollen, unseren „CO2-Abdruck“ zurückfahren sollen, das Klima oder die Natur nicht schädigen sollen.

Und wenn das Thema einmal auf „Geoengineering“ kommt, sehe ich es oft als böse tituliert, als Hybris, als noch schlimmer als das, was gerade geschieht.

Meiner Meinung nach steht hinter all diesen Aussagen eine veraltete Sicht auf „die Natur“, „das Klima“ oder „die Erde“. Früher mögen die Menschen die Natur als übermächtig, gewalttätiig, unkontrollierbar angesehen haben, und sie lagen damit in etwa richtig. Und ich glaube, damit wurde die Natur auch als unzerstörbar angesehen: sie war so allgewaltig, dass nichts, was Menschen zu tun vermögen, sie ändern kann. Religiöse Vorstellungen verstärken diese Sicht noch: die von Gott geschaffene Natur, „in“ der die Menschheit lebt. Die Umgebung, die sie beeinflußt, die ihre Möglichkeiten einschränkt, die die Menschheit formt.


Würden verifizierte Logins das Diskussionsverhalten ändern?

14. August 2020, 11:25 CEST

Ich vermisse die Kommentarsektionen in Zeitungen. Andererseits verstehe ich den Aufwand, den es bedeutet, so eine rechtsfreie Zone zu moderieren.

Das hat mich irgendwann einmal zu der Frage getrieben, wie das anders organisiert werden könnte.

Und irgendwie bin ich dabei auf die unterschiedliche Bewertung von Privatsphäre und Anonymität gekommen, die ich zwischen den USA und Deutschland wahrnehme.


Die Vorteile der Klimakrise aus Sicht eines Kapitalisten

29. Juli 2020, 16:11 CEST

Ein kurzer Austausch auf Twitter bringt mich dazu, einmal meine etwas zynischere Sicht auf die Klimakrise zu notieren.

Die enormen Veränderungen im Weltklima werden zu massiven öffentlichen Investitionen führen. Dabei werden so unverschämte kostenloses Leistungen wie Klimaregulierung und evtl. auch Sauerstoffproduktion der mit Dumpingpreisen arbeitenden Natur abgenommen, und endlich in die Hand der Kaptaleigner gelegt.


Intelligente Maschinen werden widersprechen

14. Juli 2020, 13:52 CEST

Soweit ich das sehe, muß eine intelligente Maschine ein Weltbild aufbauen. Um dazu muß sie Informationen aufnehmen, durch primäre Sinnesorgane bzw. Sensoren, und durch rezipieren von Informationen aus zweiter und dritter Hand.

Dazu muß sie wiederum die Informationen und Informationsquellen beurteilen. Aus all diesen Informationen baut sie auch noch Schlussfolgerungen auf, die ihr Weltbild ergänzen.

Wenn sie jetzt auf eine Quelle trifft, die ihren eigenen Schlussfolgerungen widerspricht, muß sie eine Entscheidung treffen: glaubt sie der Quelle, oder ihrer eigenen Schlussfolgerung?


Über dieses Blog

14. Juni 2020, 09:00 CEST

Heute bleibt mir vielleicht, dem größenwahnsinnigen Plan meines 19jährigen selbst einen Nachruf zu schreiben.

Ich habe viele Jahre darüber nachgedacht, wie man gesellschaftliche Prozesse besser darstellen kann als mit puren Worten, bin aber zu keinem Ergebnis gekommen. Ich habe nicht viel Code produziert, bin viel zu oft frustriert worden mit Anfängen einer politischen oder soziologischen Ontologie, bevor auch nur ein sinnvoler Code herauskam.


Impressum

14. Juni 2020, 08:00 CEST

Mathias Picker Westendstraße 142 80339 München

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